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150 Besucher tauchten bei der Ausstellungseröffnung in die Welt der „Zeitgenössichen Kunst aus Myanmar / Burma" ein. Die Veranstaltung wurde untermalt von einer spannenden Einführung durch Benno Kretschmann, dem Vorsitzenden des Kunstvereins Bad Aibling. Die Ausstellung, die eine Kooperation der Burma-Initiative der Asienstiftung, des Kunstvereins Bad Aibling und der Heinrich Böll Stiftung ist, kann noch bis zum 14. Juli besichtigt werden.
Fortsetzung:
Gezeigt werden beeindruckende Arbeiten von jungen Künstlern, die neben der Bewahrung traditioneller Kunstformen die Auseinandersetzung mit modernsten Techniken und Möglichkeiten suchen. Das Ergebnis umfasst eine enorme Bandbreite; laut der deutschen Botschaft in Rangoon zählen die ausstellenden Künstler zu den arriviertesten ihres Landes.
Während es für Win Thanda die erste Reise ins Ausland war, hatten Wah Nu und Tun Win Aung bereits in Bangladesch, Japan und Australien ausgestellt. Jedes der mannigfaltigen Exponate bietet einen Einblick in eine ferne Welt und ist Ausdruck für eine spezifische Weltsicht: Wolkenbilder streng reduziert in wunderbarer Farbigkeit, Blüten zart und zerbrechlich, durchscheinend und überwältigend schön. Poesie und Alltag.
Doch der Alltag in Myanmar / Burma ist zumeist wenig rosig. Kunst und Kultur zählen, aufgrund der politisch angespannten Lage, zu den wenigen Kontakt- und Annäherungsmöglichkeiten. Doch gerade ein Dialog zwischen den Kulturen muss als Voraussetzung für eine Lösung der globalen Probleme und der Friedenssicherung gesehen werden. Auch wenn die Künstler leider nicht anwesend sein konnten, war dieser Dialog dennoch integraler Bestandteil der Vernissage. Unter den interessierten Besuchern ergaben sich nicht enden wollende Diskussionen über die Aussage der Werke, über Kunst und natürlich Myanmar / Burma.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag jeweils von 17-19 Uhr im Backsteinturm der Universität (Innstr. 31) und nach Vereinbarung (franziska.blum@gmx.de)